Kostenerstattung Medizinprodukte und Medizingeräte

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Anliegend geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Kostenerstattung von Medizintechnik und Medizinprodukten in Deutschland.

sananet hat sich auf Reimbursement spezialisiert, da uns bewusst ist, dass sich eine Vermarktung von Medizinprodukten ohne Kostenerstattung recht schwierig gestalten kann. Das bedeutet nicht, dass es keine Möglichkeit gibt mit welcher, auch ohne einen Reimbursement-Code, in Deutschland eine Vermarktung möglich wäre.

Am Ende der Seite finden Sie ein konkretes Beispiel, wie Sie dieses Wissen mit Hilfe der sananet Unternehmensberatung in Ihrem Marketing und für den Vertriebserfolg Ihrer Medizinprodukte einsetzen können. Beeindrucken Sie Ihre Kunden durch beweisbare Kostenvorteile durch den Einsatz Ihrer Medizingeräte und Medizinprodukte.

Kostenerstattung im stationären Bereich  DRG-System

Zur Kostenerstattung im stationären Bereich (Klinikaufenthalt > 24h) wird in Deutschland das pauschalisierte DRG System angewendet. Dies hat extreme Auswirkungen auf den Erfolg innovativer Medizinprodukte, da einzelne Prozeduren und Produkte i.d.R. nicht erstattet werden, sondern eine krankheitsbezogene Kostenerstattung stattfindet. Unsere Kompetenz liegt in den Grundlagen des DRG-Systems, dessen patientenindividuelle Berechnung (Grouping) und den krankenhausinternen Abrechnungsmechanismen.

grouping im drg system

Ertragsmechanismen der Kostenerstattung

Bei der Markteinführung innovativer Medizinprodukte sollte neben der Kostenerstattung auch der grundsätzliche Einfluss von Prozeduren und Medizin-Produkten auf die Kosten und den Ertrag einer Klinik beachtet werden.
Dies bezieht sich z.B. auf Liegezeitverkürzungen, Veränderungen des Schweregrades, aber auch interne Prozessabläufe der Klinik.
sananet berät Medizintechnik- und Bioscience-Firmen auch bezüglich der Sichtweise ihrer Kunden, also z.B. Kliniken zu Prioritäten bei der Produktbeschaffung und dem Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und dem medizinischen Nutzen.

Kostenerstattung im ambulanten Bereich auf Basis EBM

Zur Kostenerstattung im ambulanten Bereich (niedergelassene Ärzte, aber auch Klinikaufenthalt < 24h) wird in Deutschland das EBM System angewendet. Medizinprodukte, die hier nicht erstattet werden, haben es beim Markteintritt schwer. Das heißt aber nicht, dass ein Markterfolg ohne Kostenerstattung nicht möglich ist.
sananets Kompetenz liegt darin, langfristig Wege zu einer Kostenerstattung zu finden und kurzfristig über Nutzenargumentation oder alternative Wege einen Markteinstieg und erste Umsätze zu ermöglichen.

Hilfe bei der Beantragung einer Kostenerstattung bzw. Erprobungsregelung nach § 137e SGB V

Wir übernehmen die Begleitung bei Beantragung einer Kostenerstattung für Ihr innovatives Medizinprodukt bei der Prüfung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden beim Gemeinsamen Bundesausschuss bzw. für die Erprobungsregelung nach § 137e (Erprobung von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden nach § 137e SGB V.)
Ziel: Förderung einer gesundheitsökonomischen Studie.

Kostenargumentation für den Kosten / Nutzen-Vorteil bei der Anwendung des Medizinproduktes ohne direkte Kostenerstattung

Falls eine generelle Kostenerstattung nicht unmittelbar in Sicht ist, helfen wir Ihnen bei der Kosten-/Nutzenargumentation und deren Anwendbarkeit auf Ihr Medizinprodukt. Dies beinhaltet beispielsweise:

  • Frühere Diagnostik oder effektivere Therapie als es ein bisheriges Verfahren erlaubt und als Ertragsverbesserung die daraus resultierende Liegezeitverkürzung
  • Differenzialdiagnostik zur Unterscheidung verschiedener Therapieoptionen
  • Ausschluss bestimmter (teurer) Therapieoptionen und damit Kosteneinsparungen bei gleicher DRG-Erstattung
  • Verbesserung des Schweregrades und der daraus resultierende Einfluss auf die Erstattung nach DRG
  • Prozessveränderungen im Clinical Pathway und damit Personal- oder Prozesskostenreduzierung
  • Outcome-Verbesserung und das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und dem medizinischen Nutzen aus Sicht der Klinik.

Derzeitige Nutzenargumentation und Auswahl der weiter zu verfolgenden Argumente

Auf Basis der oben betrachteten Nutzenargumente können wir für Sie jeweils eine grobe Beweiskette erstellen und betrachten, ob die nötigen Informationen und Zahlen für einen überzeugenden Beweis des Nutzens oder der Kosteneinsparung vorliegen.
Die Nutzenargumente und deren Beweisbarkeit werden nach zwei Leveln bewertet:

  • Überzeugende, nachvollziehbare Argumentation, aber keine Ertragskalkulation möglich
  • Ertragskalkulation mit Business Case möglich, so dass der Klinik gegenüber die Ertragsverbesserung (möglichst mit klinikeigenen Zahlen) bewiesen werden kann

Die fehlenden nötigen Informationen und Zahlen werden in Hinblick darauf bewertet, wie hoch der Aufwand der Beschaffung ist.
Dies könnte z.B. eine gesundheitsökonomische Studie bedeuten, die weder zeitlich noch vom Aufwand her eine schnelle Lösung verspricht.

Als Meilenstein werden die Argumentationsketten ausgewählt, die eine schnelle, überzeugende Lösung versprechen und daher weiter verfolgt und in Schulungen und Verkaufsunterlagen umgesetzt werden sollen.

Liegezeitanalyse

Für die Nutzenargumentation eines neuen Medizinproduktes ohne direkte Kostenerstattung kann sananet eine retrospektive Analyse der Liegezeitveränderung nach Einführung Ihres Medizinproduktes bei einem Ihrer Krankenhaus-Kunden durchführen.
Anhand der anonymisierten §21 Daten der entsprechenden Patientengruppe werden die Liegezeiten in einem definierten Zeitraum vor und nach der Einführung Ihres Medizinproduktes verglichen. Dies ergibt (gegebenenfalls) eine beweisbare Kosteneinsparung für die Klinik.
Dies setzt die Mitarbeit der Klinik voraus!

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Graphik: Kostenerstattung nach DRG-System im stationären Bereich in Deutschland. Kann die "Mittlere Verweildauer" (mVD) von Patienten durch ein neues Medizinprodukt verkürzt werden, dann ergibt sich für das Krankenhaus ein Kostenvorteil (grünes Dreieck)

Business Cases

Auf Basis der ermittelten Liegezeiten, Zahlen und Daten kann sananet einen Business Case für die einzelnen Nutzenargumente des Medizinproduktes erstellen.
DRG-Grouping verschiedener Patienten als Beispiel für die Erstattungssituation.
Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, diese Business Cases als kleines Programm oder Excel-Anwendung zu gestalten, die beim Verkaufsgespräch mit den individuellen Zahlen der Klinik gefüllt werden können.
Diese geben für die Kliniken / Kunden konkrete und nachvollziehbare Werte für die zu erzielende Ertragsverbesserung und damit für den Nutzen der Einführung des Biomarkers.

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